
Pharmakologie-Glossar
41 Begriffe
- Addictio
- Abhängigkeit, physische Abhängigkeit gegenüber einem Medikament.
- Agonist
- Rezeptoraktivator: Substanz, die einen Rezeptor aktiviert und dadurch eine biologische Wirkung auslöst.
- Antagonismus
- Verminderte kombinierte Wirkung, bei der der Gesamteffekt durch Gegenspieler reduziert wird.
- Antagonist
- Rezeptorblocker; ein Stoff, der an einen Rezeptor bindet und dessen Wirkung blockiert oder abschwächt.
- Antiemeticum
- Antiemetikum, ein gegen Übelkeit und Erbrechen gerichtetes Medikament, das das Erbrechen verhindert.
- Antiepilepticum
- Antiepileptikum: ein Arzneimittel, das bei der Behandlung des Anfallsleidens (Epilepsie) verwendet wird.
- Antihistaminicum
- Antihistaminikum ist ein Arzneimittel, das in der Behandlung von Allergien eingesetzt wird.
- Antihypertensivum
- Antihypertensivum, blutdrucksenkendes Medikament, das den Blutdruck senkt und dadurch eine Hypertonie behandeln kann.
- Arzneimittelwechselwirkung
- Arzneimittelwechselwirkung: Medikamente beeinflussen sich gegenseitig.
- Bioverfügbarkeit
- Menge eines Arzneimittels, die die systemische Zirkulation erreicht; auch als Maß dafür verstanden, welcher Anteil einer verabreichten Dosis im Körper verfügbar wird.
- Clearance
- Arzneimittel-Entfernungsrate, also die Geschwindigkeit, mit der ein Arzneistoff aus dem Körper entfernt wird.
- Darreichungsform
- Physische Form eines Medikaments, also wie der Wirkstoff konkret vorliegt (zum Beispiel Tabletten, Kapseln oder Lösung).
- Dependentia
- Abhängigkeit: körperliche oder psychische Abhängigkeit von einem Arzneimittel.
- Diureticum
- Diuretikum, ein den Harnfluss steigerndes und damit den Urinabfluss förderndes Medikament.
- Dosis Letalis
- Letale Dosis, die als tödliche Dosis wirkt und den Tod herbeiführen kann.
- Excretio
- Excretio ist die Exkretion, also die Ausscheidung eines Arzneimittels.
- Idiosynkrasie
- Ungewöhnliche Arzneimittelreaktion: eine Besonderheit, bei der ein Patient auf ein Arzneimittel anders reagiert als erwartet.
- Immunosuppressivum
- Immunsuppressiv, ein Medikament, das das Immunsystem unterdrückt.
- Indicatio
- Indikation, der Grund für die Anwendung eines Arzneimittels.
- Interactio
- Interaktion, die gegenseitige Beeinflussung von Arzneimitteln.
- Kontraindikation
- Grund, aus dem ein Arzneimittel nicht angewendet werden darf.
- Kontrollgruppe
- Vergleichsgruppe in einer Studie, die als Maßstab dient und gegen die eine Interventions- oder Behandlungsgruppe verglichen wird.
- Lagerbedingungen
- Anforderungen dafür, wie ein Arzneimittel aufzubewahren ist, damit es gelagert und verwendbar bleibt.
- Medicamentum
- Medicamentum ist ein Arzneimittel, eine Substanz, die zu therapeutischen Zwecken verwendet wird.
- Mutagenität
- Mutagenität: Fähigkeit bzw. Potenzial zur Schädigung des Erbguts, d. h. das Potenzial, Gene zu schädigen.
- Nebenwirkung
- Ungewollte Wirkung eines Arzneimittels, also ein nicht beabsichtigter Effekt durch das Medikament.
- Orale Verabreichung
- Einnahme eines Arzneimittels über den Mund, also die Gabe durch orale Applikation.
- Parenterale Verabreichung
- Parenterale Verabreichung: Arzneimittelgabe ohne Einnahme über den Mund, also eine nicht-orale Verabreichung.
- Partialagonist
- Schwacher Rezeptoraktivator, der den Rezeptor zwar aktiviert, jedoch eine geringere Wirkung hervorruft als ein voller Agonist.
- Pharmacologia
- Pharmakologie, die Wissenschaft, die die Wirkungen von Arzneimitteln untersucht.
- Pharmakodynamik
- Wirkungen von Arzneimitteln auf den Körper, also wie ein Medikament seine Effekte im Organismus hervorruft.
- Pharmakogenetik
- Pharmakogenetik bezeichnet die genetische Arzneimittelwirkung, also die genetisch bedingte unterschiedliche Reaktion des Körpers auf Medikamente.
- Pharmakologie
- Pharmakologie ist die Lehre bzw. das Studium der Wirkungen von Arzneimitteln.
- Phase I-Studie
- Erste Tests am Menschen, die der initialen Erprobung dienen.
- Potenzierung
- Potenzierung bedeutet eine verstärkte Wirkung eines Arzneimittels, also eine erhöhte Wirkung der Substanz beim Patienten.
- Qualitätssicherung
- Erfüllen festgelegter Standards und Anforderungen zur Gewährleistung gleichbleibender Qualität.
- Rezept
- Verschreibungsanweisung als Dokument zur Verordnung eines Arzneimittels.
- Synergismus
- Synergismus ist eine verstärkte kombinierte Wirkung, bei der die gemeinsame Effekte mehr ausmachen als die Summe einzelner Wirkungen.
- Topische Anwendung
- Aufbringen eines Wirkstoffs auf die Oberfläche (oberflächliche Applikation des Arzneimittels).
- Via Pulmonalis
- Pulmonaler Weg zur Anwendung über die Atmung; die Anwendung erfolgt über den Respirationsweg (Atemwege).
- Wirkmechanismus
- Wie ein Arzneimittel wirkt; der Wirkmechanismus beschreibt, auf welche Weise der Wirkstoff im Körper seine Effekte auslöst.